Die WM ist vorbei und ich darf mich Vize-Weltmeister nennen!!!! Leider hatte ich in den letzen Tagen der WM keine Zeit mehr gehabt, meinen Blog zu aktualisieren. Um ihn aber abzuschliessen, folgen hier noch die Berichte der letzen Tage.
Die Nacht vor dem letzten Wettkampftag schlief ich nicht gut. Mein Wettkampf verlief bis dahin fast optimal und ich wollte jetzt nur nicht am letzten Tag alles zerstören. Meine Nervosität wurde am Morgen durch die Nachricht eines Teamleaders, dass ich ganz vorne dabei bin, nur noch verstärkt. Am letzten Morgen stand die Fehlersuchaufgabe an. Ich wusste, für ein Spitzenresultat musste ich in alle 5 Fehler beheben. Der Respekt und die Anspannung vor dieser Aufgabe waren enorm. Ich konnte aber meine Gedanken gut auf diesen Augenblick richten und Gedanken an die Zukunft ausschalten. Hier ein dickes Dankeschön an unsere Mentaltrainerin Jaqueline und meinen Sportpsychologen Hubert, welche uns genau für diese Situationen vorbereiteten. Als ich kurz vor dem Startschuss an meinem Arbeitsplatz sass und den fehlerhaften Print anschaute, konnte ich mein Glück kaum fassen. Eine von vier Dioden war verpolt bestückt und ich hatte somit den ersten Fehler bereits gefunden. Der Startschuss fiel und nach der zweiten Messung hatte ich bereits den zweiten Fehler, ein falscher Widerstandswert, gefunden. Nach weiteren 20 Minuten war auch der Fehler Nummer 3 behoben und ich hatte immer noch 3.5 Stunden Zeit und nur noch zwei Fehler zu beheben. Während der Suche nach dem 4. Fehler, entdeckte ich zufällig auch gleich den fünften und somit letzten Fehler. Nach nur einer Stunde war der Print wieder repariert. Ich konnte es kaum fassen!!! Ich hatte mich auf vier Stunden harte Arbeit eingestellt und nun war ich bereits nach einer Stunde fertig. Nachdem ich alles mehrmals kontrolliert habe, wollte ich durch meine vorzeitige Abgabe die Konkurrenz nervös machen. Dies liessen die Experten jedoch nicht zu und somit musste ich die restlichen zwei Stunden an meinem Arbeitsplatz ausharren. Langsam fing ich an zu realisieren, dass dies ein Spitzenergebnis werden könnte. Leider fanden auch all meine härtesten Konkurrenten die Fehler und somit gab es auch bei dieser Aufgabe keine grosse Selektion.
Nach dem Wettkampf wurden noch Geschenken ausgetauscht, Fotos gemacht und alles Material wieder verpackt. Am Abend feierte das Schweizer Team noch weit in die Nacht hinein den abgeschlossenen Wettkampf.
Tagesbericht SwissSkills
Lg Basil
Tagesbericht SwissSkills
Lg Basil



Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen